Orácoli

Revier-Krimi mit üppiger Zutatenliste                                                    

Für ein schmackhaftes Kriminal-Menü braucht`s ja eigentlich gar nicht viel: ein grundsolides Verbrechen, einen Spannungsbogen, der einem die Lust am Lesen erhält, und vielleicht noch eine Figur, mit der sich der geneigte Leser identifizieren kann. Der Autor und Bildhauer Thomas Becks bietet mit seinem „Orácoli“ mehr.

Die Zutatenliste, die der Recklinghäuser in seinem Erstling zusammengestellt hat, gibt sich überaus üppig. Ohne an dieser Stelle schon zu viel zu verraten: Zum Hauptgang gibt`s eine deftige Erpressung, garniert mit ein wenig Kunstfälschung und abgerundet durch einer schönen altmodischen Safeknackerei.

Und wenn Ihnen, liebe Leser, an dieser Stelle schon das Wasser im Mund zusammenläuft, dann sei Ihnen versichert, dass es sich in diesem Kriminalroman (fast) überhaupt nicht ums Essen dreht. Wenn Sie der Titel des Buches jedoch an eine reimgleiche Nudelvariation erinnert, die in Deutschland millionenfach von Kindermündern verschlungen wird, dann sind Sie allerdings auf der richtigen Fährte.
Eingebettet ist die Geschichte um die Hauptdarstellerin Cora Lahn und ihre durchaus skurrilen Helfershelfer ins Ruhrgebietsambiente, und für ganz besondere Freunde des Lokalkolorits sei hier schon ein Detail offenbart: Es gibt einen - höchst wertvollen - Showdown am Rhein-Herne-Kanal. Doch bis es soweit ist, präsentiert sich Ihnen ein Handlungsstrang mit etlichen guten und einigen bösen Buben (und auch Mädchen), dessen hervorstechende Merkmale ein paar echte Überraschungen und jede Menge Kurzweil sind. Wohl bekomm's!


Ralf Wiethaup, RECKLINGHÄUSER ZEITUNG, September 2007

Der neue Roman von T. Becks

erscheint 2011: Hexenänneken

                                                     

                                                                                                     

                                                      

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